Green Cleaning

Warum umweltfreundliche Reinigungsmittel verwenden?

In den letzten Jahren ist die Aufmerksamkeit auf ein umweltbewusstes Leben gestiegen.  Dies betrifft sowohl den Umgang mit Lebensmitteln, die Art sich Fortzubewegen oder die Verwendung von Ressourcen. Auch bei der täglichen Reinigung gibt es Alternativen zu bisherigen Reinigungsmitteln, die auf verschiedene Weisen die Umwelt schonen.

Was versteht man unter umweltschonenden Reinigungsmitteln? 

Viele Reinigungsmittel sehen sich dem Konflikt gegenübergestellt, sowohl sorgfältig und hygienisch zu reinigen als auch auf den Einsatz von schädlichen Inhaltsstoffen zu verzichten. Des Weiteren sollen sie sparsam in der Anwendung sind und dennoch die gewünschte Wirkung erzielen. Hinzu kommt der Transport dieser Produkte, welcher zum einen leicht und sicher als auch gut zu handhaben sein soll. Ganz schön viele Anforderungen an ein Produkt, welches sich dann noch im Preisdschungel im Supermarkt wiederfindet.

Problem bei herkömmlichen Reinigungsmitteln

Die meisten Reinigungsmittel beinhalten schädliche Zusatzstoffe, wie z.B. Phosphate, Ploycarboxylate oder Silicone. Gelangen diese Stoffe in den Wasserkreislauf sind sie nicht bzw. nicht vollständig abbaubar. Die daraus entstehenden Phosphor- und Stickstoffverbindungen führen zu einer Überdüngung der Gewässer. Die zusätzlichen Nährstoffe im Wasser führen zu einem starken Wachstum von z.B. Phytoplankton. Dieses führt zu einem Lichtmangel und schließlich Absterben von am Boden lebenden Pflanzen, welche als Heimat Nahrungsgrundlage für verschiedene Tiere, wie z.B. Hering und Seepferdchen. Diese Überdüngung wird letztendlich auch dem Mensch gefährlich, da einige dieser Algenarten Giftstoffe absondern.

Fast die Hälfte der ins Grundwasser gelungene Phosphatmengen stammte in Deutschland während der 70er Jahren aus Wasch- und Reinigungsmitteln. 1975 lag der Phosphatverbrauch durch Waschmittel bei über 275.000 Tonnen. Aufgrund dieser Mengen und des wachsenden Umweltbewusstseins, wurden verstärkt phosphatfreie Waschmittel eingesetzt und die Summe auf 4.000 Tonnen bis in die 90er Jahre reduziert.

Jedoch können nicht nur Gefährdungen durch die Abführung der Reinigungsmittel in das Grundwasser entstehen, die direkte Anwendung selbst birgt bei stark säure- oder alkalischen Reinigern Gesundheitsschäden. So können bei unsachgemäßer Anwendung Hautirritationen, über Atembeschwerden bis hinzu Verätzungen auftreten. Beim Einsatz von flüchtigen Lösungsmitteln, verweilen diese zum Teil noch Stunden nach der Anwendung in der Luft und verschlechtern die Atemqualität. Je nach Intensität und Frequenz können dabei Schäden der Atemwege, Niere oder sogar des Gehirns auftreten.

Neben den Inhaltsstoffen sind auch die Verpackungen meist alles andere als umweltfreundlich. Viele Reinigungsmittel, z.B. Waschmittel, Allzweckreiniger und Fensterreiniger finden sich in Plastikverpackungen ohne Nachfüllmöglichkeit in den Supermarktregalen wieder. Nachdem das Produkt verbraucht ist, wird die Verpackung entsorgt und rasch eine neue besorgt. Dies schont weder die Natur noch den Geldbeutel.

Woran erkenne ich umweltschonende Reinigungsmittel

Woran erkenne ich umweltschonende Reinigungsmittel

Im alltäglichen Einkaufsbummel den Überblick zwischen umweltschonenden und -gefährdenden Produkten zu bewahren ist gar nicht so einfach. Einige Merkmale erkennt man auf dem ersten Blick, wie z.B. Plastikverpackung, sinnvolle Haushaltsgröße, Anwendbarkeit. Jedoch wird es bei den Inhaltsstoffen bedeutend schwieriger…


Quellen:
https://www.bund.net/themen/meere/ueberduengung-der-meere/
https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltbewusst-waschen-reinigen/fruehjahrsputz